Berg- und Traillauf WM: DLV nominiert 28 Athlet:innen

9. Mai 2023 •

Fünf Wochen vor der Berg- und Traillauf-Weltmeisterschaft in Innsbruck/Stubai hat der DLV den endgültigen Kader bekannt gegeben. Nominiert vom sportlichen Leiter Berg- und Traillauf Kurt König, der vom Ultratrail-erfahrenen Top-Athleten Florian Reichert unterstützt wurde, reisen 28 Athletinnen und Athleten in die Alpenmetropole.

Der deutsche Kader für die WM lautet wie folgt:

FRAUEN

Vertical (7,3 km)Hanna Gröber
 Laura Hampel
 Laura Hottenrott
 Domenika Mayer
Mountain Classic Up & Down (15,5 km)Hanna Gröber
 Laura Hampel
 Domenika Mayer
 Nina Voelckel
Short Trail (44,6 km)Dioni Gorla
 Laura Hottenrott
 Sarah Kistner
 Anja Kobs
 Lena Laukner
Long Trail (85,6 km)Rosanna Buchauer
 Katharina Hartmuth
 Ida-Sophie Hegemann
 Marie Luise Mühlhuber
 Eva Sperger

 

Sehr erfreulich ist bei den Frauen, dass sich die Verantwortlichen entschieden, entgegen ihrer ursprünglichen Ankündigung, beim Short und Long Trail fünf statt vier Athletinnen ins Rennen zu schicken. Das zeigt durchaus auch wie stark die deutschen Frauen hier in der Breite unterwegs sind. Auch wenn man natürlich die Erwartungen nicht zu hoch hängen sollte und nicht gleich Medaillen erwarten darf. Im Bereich des Möglichen liegt aber mit Sicherheit eine sehr gute Mannschaftsplatzierung beim Ultra Trail (die besten drei Finisherinnen werden gewertet), welche zumindest an den Medaillenrängen kratzt und vielleicht sogar noch mehr.

Bei den Berglauf Distanzen fällt auf, dass mit Ausnahme von Laura Hampel, alle Athletinnen vorrangig im Straßenlauf zu Hause sind. Was beim Vertical wahrscheinlich kein Nachteil sein muss, kann beim Up and Down spannend werden, zumal eine gute Downhill-Performance bei diesem Wettbewerb renn-entscheidend sein wird.

MÄNNER 

Vertical (7,3 km)Filimon Abraham
 Julius Ott
 Philipp Stuckhardt
 Maximilian Zeus
Mountain Classic Up & Down (15,5 km)Filimon Abraham
 Julius Ott
 Philipp Stuckhardt
 Maximilian Zeus
Short Trail (44,6 km)Marc Dürr
 Marcel Höche
 Benedikt Hoffmann
 Thomas Wanninger
Long Trail (85,6 km)Alexander Dautel
 Hannes Namberger
 Adrian Niski
 Florian Reichert

 

Bei den Herren gestaltete sich besonders die Suche nach einem Ultratrail Team schwierig. Nach einigen Absagen seitens der Athleten (Janosch Kowalczyk, Felix Weber, Alexander Westenberger), waren letztendlich die Leistungen beim Ultratrail Fränkische Schweiz ausschlaggebend. Alexander Dautel und Adrian Niski rutschten neben dem gesetzten Hannes Namberger ins Team. Außerdem stellt sich der für die Nominierung verantwortliche Florian Reichert selbst an den Start. Sportlich eine vertretbare Entscheidung. Im Angesicht der mangelnden Alternativen sowieso. Beim Short Trail Team überzeugten neben dem gesetzten Benedikt Hoffmann die drei weiteren Athleten des Aufgebots durch ihre Leistungen beim Ötzi Trailrun Naturns. Insgesamt waren die Wettkämpfe für den nötigen Leistungsnachweis vielleicht etwas zu dicht am eigentlichen WM-Höhepunkt, sodass sich die Athleten bisher mehr mit der möglichen Nominierung beschäftigen mussten, als mit der schon bald anstehenden Weltmeisterschaft.

Bei den Kurzdistanzen ist das Aufgebot bei Vertical und Up and Down identisch. Auch hier wird es spannend, wie sich die eher auf Bergauf-spezialisierten Athleten im Downhill schlagen. Filimon Abraham hat hier wohl die größten Chancen auf eine Top-Platzierung.

U20

Mountain Classic Up & Down (7,5 km)Lukas Ehrle
 Arvid Lösel

 

Dass die größten Chancen des deutschen Teams auf eine Medaille auf den jüngsten Schultern im Team liegen, erfreut natürlich, wenn man an die Zukunft des Sports denkt. Der 19-jährige Lukas Ehrle holte auf La Palma bei der EM Gold und bewies, dass er in der absoluten Weltspitze unterwegs ist. Wahrscheinlich wäre er auch auf der längeren Distanz der „Erwachsenen-WM“ gesetzt gewesen und hätte das Team dort durchaus verstärkt. Aber das hat ja noch Zeit. Dass sich anscheinend keine deutschen Starterinnen für die Junioren-Wertung gefunden haben, ist gleichzeitig natürlich bedauerlich.

 

Wir wünschen dem kompletten deutschen Team eine reibungs- und verletzungslose Vorbereitung und freuen uns schon die starken Leistungen auf den Bergen rund um Innsbruck hautnah beobachten zu dürfen.

Das deutsche Team bei der Ultratrail WM 2016
von Benni Bublak

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