Puder oder Fett? Der Fußpflege-Ratgeber

13. August 2025 •

Wir kümmern uns um unsere Ernährung, um Uhren, Race-Nutrition , Schuhe und gehen vor dem Wettkampf sogar nochmals zum Friseur. Und die Füße? Es wird Zeit die Nägel zu kürzen und mehr! Von: Tom Stetter

Ein Fuß, der hält verdammt viel aus. Seine Haut ist widerstandsfähig. Die Knochen, Bänder und Sehnen sind wahre Hochleistungswerkzeuge. Wenn man bedenkt, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens rund 160 Mio. Schritte macht, lässt sich erahnen, um wie viele Schritte mehr der Fuß eines Trailmenschen läuft. Kein anderes Körperteil wird derartig strapaziert. Umso wichtiger ist eine entsprechende Pflege: einige Tipps, die dein Traillaufleben sehr viel angenehmer machen

Die generelle Pflege der Füße ist zwingend notwendig. So minimiert sich das Risiko für schmerzhafte Nagelbett- oder Hautverletzungen während des Trailrunnings. Mit einfachen, aber effektiven Handgriffen kannst du für butterweiche Füße sorgen. Reibe deine Füße nach dem Aufstehen mit einem warmen Waschlappen ab. Dieser Lappen darf ruhig etwas rauer sein. Das ist unwahrscheinlich wohltuend und reinigt die Haut. Nachdem deine Füße nun wach sind, gut abtrocknen. Jetzt kommt die eigentliche Pflege mit einer hochwertigen Fußcreme, die Eukalyptus, Menthol oder Latschenkiefer enthält. Solche Cremes pflegen nicht nur die Haut. Sie kühlen zudem und wirken desodorierend. Was die Socken angeht, auch sie spielen auch sie eine entscheidende Rolle fürs Fußwohl. Zu dicke Socken oder unpassende Materialien wärmen deine Füße übermäßig und sie fangen an zu schwitzen. Das sollte vermieden werden. Durch das Mehr an Wärme kann sich in Füßen und Beinen Wasser anlagern. Enganliegende, dünne Kompressionssocken sind bei solchen Problemen eine echte Wunderwaffe.

Im Drogeriemarkt gibt es eine ganzes Sortiment an Bimssteinen, Zangen und Fußbädern. Mein kaum fundierter podologischer Fachverstand sagt mir, dass es auch No-Name-Produkte tun. Einmal wöchentlich 20 Minuten reichen völlig aus, um wie auf Wolken zu rennen. Weiche deine Füße in warmem Wasser ein, feile behutsam deine Hornhaut ab. Ich würde die Hornhaut nie in Gänze entfernen. Das kann zu ziemlichen Schmerzen führen. Halte deine Nägel schön kurz. Zu lange Fußnägel würden wahrscheinlich auf kurz oder lang abfallen. Nicht nur, dass dadurch die Infektionsgefahr steigt. Es ist auch sehr schmerzhaft.

Nicht nur im Wettkampf mehr als nur angenehm: das Gefühl einer offenen Blase beim Laufen. Du spürst also schon länger diesen dezenten, brennenden Schmerz. Leider hast du ihn ignoriert und aus der kleinen, aufgeriebenen Stelle ist eine riesige Blutblase geworden. Auf einmal fühlt es sich in der Socke etwas nass an. Die Blase ist geplatzt und der Schmerz wird immer stärker.

Diesem Szenario solltest du dringend vorbeugen. Blasenpflaster? Die halten nicht, sobald die Wunde nässt. Daher gilt die Devise: „Niemals mit der Pflege warten“. Die tägliche Fußpflege ist elementar. Sie kann Blasen oder Risse nicht gänzlich vermeiden, aber zumindest sehr lange vorbeugen.
Am Renntag selbst ist die Wahl der Socken und des Pflegemittels entscheidend. Puder, Cremes, Fettstifte, Vaseline – man findet unzählige Produkte. Leider gibt es nicht dieses Eine für alles. Das liegt einfach an verschiedenen Hauttypen, am Wetter und an der Kombination aus Socke und Schuh. Für schnell schwitzende und fettende Füße empfiehlt sich eher Fuß- oder Babypuder. Damit bleiben die Füße eher trocken und Feuchtigkeit wird gebunden. Vaseline ist nur bedingt zu empfehlen. Sie ist sehr fettig und liegt wie ein Film auf der Haut. Dieser Fettfilm nimmt deinem Fuß buchstäblich die Luft zum Atmen. Perfekt geeignet sind Fettstifte. Diese sind mittlerweile von einigen Herstellern erhältlich. Gerade beim Zubehör für Ultra Cycling wird man schnell fündig. Was für den Allerwertesten gut ist, kann für den Fuß nicht schlecht sein. Reibe deine Füße ausreichend ein und warte ein paar Minuten, bis du die Socken drüberziehst. Achte unbedingt auf die Stellen zwischen den Zehen. Je länger die Strecke, desto eher empfiehlt es sich, ein Paar Ersatzsocken und den Fettstift in der Laufweste dabeizuhaben. Nichts ist ärgerlicher, als einen Lauf wegen einer Lappalie wie Blasen oder Einrissen in Gefahr zu bringen.

Und nach dem Rennen? Reibe deine Füße besten mit einem antibakteriellen Feuchttuch ab. Mach dir ein kühles oder lauwarmes Fußbad. Gönne dir und deinen Füßen diese verdiente Auszeit. Solltest du Blasen haben, kannst du sie vorsichtig und steril mit einem kleinen Stich öffnen. Anschließend solltest du die Stelle desinfizieren. Betaisodona oder Octenisept eignen sich hervorragend, um eine Infektion zu vermeiden. Lass deine Füße gut trocknen und reibe sie nun behutsam mit einer pflegenden Creme ein. Deine Füße werden es dir danken.














Je länger die Strecke, desto eher empfiehlt es sich, ein Paar Ersatzsocken und den Fettstift in der Laufweste dabeizuhaben.

von admin

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