Stattdessen möchte ich erzählen, was das Laufen mir 2025 wirklich bedeutet hat.
In meinem Kopf schrumpft dieses Jahr manchmal auf einen einzigen Lauf an einem Mittwochabend zusammen. Und das, obwohl so viel passiert ist: Rennen, Zieleinläufe, der UTMB, Altersklassensiege. All das war da. Wichtig. Schön.
Und doch bleibt etwas anderes glasklar.
Dieser eine Lauf um die Kampenwand.
Er zeigt mir 2025 von seiner besten Seite. Nicht weil alles perfekt war – sondern weil nichts perfekt sein musste. Es gab andere gute Momente, viele sogar. Aber dieser steht still, während alles andere weiterzieht.
Wir sollten lernen, öfter genau hinzusehen. Die guten Dinge nicht nur zu registrieren, sondern sie gelten zu lassen. Mit uns selbst wohlwollender zu sein. Mit unserem Sport. Mit den Menschen um uns herum.
Mein Kumpel und ich liefen los. Wir hatten viel zu bereden. Es war ein Sommerabend, einer von denen, an denen die Nacht kaum Platz bekommt. An der letzten Hütte vor Sonnenuntergang kehrten wir ein. Stimmen, Lachen, offene Gesichter. Alles war zugewandt.
Dann liefen wir weiter. Hinein in eine milde, fast unwirkliche Nacht.
Alles war leicht. Mein Körper arbeitete ruhig, gleichmäßig, wie eine kleine Dampfmaschine. Ich wurde nicht müde. Wir liefen um den Berg herum, und die Landschaft zog einfach an uns vorbei.
Es war perfekt.
Nicht, weil wir danach gesucht hätten.
Sondern weil wir es nicht mussten.
Guten Rutsch
Denis